FotoScore

Finya Erfahrungsbericht 2022 – Die große Dating App Review

Lohnt sich eine Anmeldung oder gar ein Premium-Abo auf Finya? Unser Finya Erfahrungsbericht gibt Antworten und Einblicke in den Finya Erfahrungsbericht 2022.

1. Wem gehört Finya?

Bereits im Jahr 2001 gründeten zwei findige Unternehmer, nämlich der Hamburger Alexander Gerlach und Julien Walther, das Unternehmen rund um die heutige Datingplattform Finya.

Nach dem Anlegen eines Profils konnten die Nutzer mit anderen Mitgliedern Nachrichten austauschen oder in die jeweiligen Gästebücher schreiben. Ähnlich wie bei den Anfängen des Facebook-Konzerns, gab es bei Finya lange Zeit eine Voting-Funktion, um die Attraktivität der Nutzer zu bewerten.

Auch eine Kunstauktion (die sogenannte FinyArt), einen Online-Shop für Artikel aus dem kreativen Bereich und das „SMS Cardating“ waren Bestandteile der Anfänge von Finya. Bei dem Cardating konnten Mitglieder mittels Eingabe ihres KFZ-Kennzeichens mögliche Partner für sich finden. Diese innovative Variante des Online-Datings war zu dem damaligen Zeitpunkt in ihrer Art und Weise einzigartig.

Es verging einiges an Zeit bis sich die beiden Gründer der Plattform darauf einigten, dass sie den Fokus von Finya auf den Schwerpunkt Dating legen möchten.

Die technische Seite der Plattform wurde von der GWI Media Technologies GmbH entwickelt und vorangetrieben. Alexander Gerlach und Julien Walther, die beiden Gründer der Plattform Finya, haben ebenfalls diese GmbH gegründet, um die Fäden in einer Hand zusammenlaufen zu lassen.

Die Nutzung der Plattform Finya war von Beginn an kostenlos. Dies änderte sich auch über den Zeitraum ihres Bestehens nicht. Die Kosten der Seite werden ausschließlich über Werbung finanziert.

Dreizehn Jahre nach der Gründung expandierte die Plattform in das deutsche Nachbarland Österreich. Mittlerweile ist Finya auch in Österreich einer der größten Dating-Plattformen und eine der wenigen Dating-Plattformen, die vollständig kostenfrei auskommt.


Die letzte Neuerung, die Finya auf den Markt brachte, war im Jahr 2018 die „Für dich“- Vermittlungsfunktion. Im Gegensatz zu der bisher nahezu ausschließlich aktiven Partnersuche, ergänze Finya das eigene Angebot damit um eine passive Vermittlungsfunktion, die auf komplexen Modellen basiert und für den Nutzer eigene Partnervorschläge ermittelt.

2. Stärken und Schwächen der Dating-Plattform

Kostenfrei ohne unnötige Einsparungen

Finyas kostenfreies Angebot stellt in der Welt der Datingplattformen ein Alleinstellungsmerkmal dar. Nahezu alle anderen Plattformen haben kein rein kostenfreies Angebot.

Die Qualität der Plattform leidet dadurch allerdings in keinem Fall. Finya besitzt nicht die meisten Mitglieder im Onlinedating-Universum, kann jedoch eine ansprechend gestaltete und gut funktionierende Website mit zahlreichen Features vorweisen.

Beim Thema Layout und Design kann Finya durchaus mit den Desktop-Versionen anderer Plattformen mithalten. Die ansprechend ruhig gestaltete Website kommt ohne grelle Farben und Highlights aus.

Durch das ansprechende und ruhige Design wird der Nutzer zum Verweilen auf der Seite eingeladen. Auch nach längerer Zeit wird das Auge durch das Design nicht unnötig beansprucht.

Da Finya ausschließlich durch Werbung finanziert wird, finden sich auf der Seite allerdings zahlreiche Werbeanzeigen. Diese sind nicht penetrant oder unnötig stören, fallen durch ihre gehobene Anzahl allerdings trotzdem auf.

Die Plattform kann auch beim Thema Navigation und Bedienung durchaus Punkte einheimsen. Auf den ersten Blick fallen die zahlreichen Navigationspunkte auf, die die Startseite der Plattform säumen.

Der erste Eindruck, der durch diese Navigationspunkte eher unübersichtlich ist, wird allerdings schnell durch die denkbar einfache Bedienung verbessert. Die hervorragend optimierte Suche hilft dem Nutzer beim Einstieg.
Auch die Geschwindigkeit und die Ladezeiten der Seite sprechen für eine problemlose Nutzung der Seite.

Besonders kurze Ladezeiten und eine durchgängig gute Erreichbarkeit der Seite, auch zu hochfrequentierten Zeiten wie abends, spricht für einen sicheren Aufbau der Seite.

Mobile Nutzung trotz App-Verzicht

Einzige Schwachstelle der Dating-Plattform ist die Tatsache, dass die Seite zwar mobil erreichbar ist, aber es bis zum heutigen Zeitpunkt keine eigene App gibt.

Bereits Ende 2014 wurde die Plattform für die mobile Nutzung auf dem Smartphone optimiert. Die mobile Nutzung der Seite klappt zwar problemlos, ist aber ein schwacher Trost dafür, dass sich bisher nicht der Aufwand einer App-Programmierung gemacht wurde.

Der Registrierungsprozess ist sehr nutzerfreundlich und einfach gestaltet. Eine Anmeldung ist bereits mit wenigen Klicks und wenigen Angaben problemlos möglich. Diese Einfachheit ist allerdings Fluch und Segen zugleich. Während der Anmeldung findet zwar eine eigene Einstufung als Mann oder Frau statt, jedoch ist es nicht möglich sich als divers oder non-binär anzugeben.

Auch wird im zweiten Schritt verlangt zu wählen, ob der Nutzer auf der Suche nach Männern oder nach Frauen ist. Bisexualität scheint im Finya-Universum bisher nicht angekommen zu sein.

Das ist ein klarer Minuspunkt für all diejenigen Menschen, die sich bei ihrer Suche nach einem Partner oder einer Partnerin nicht auf ein Geschlecht festlegen möchten. Auch das Alter des Wunschpartners oder der Wunschpartnerin kann erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt ausgewählt werden.

Mit wenigen Klicks ist es später im eigenen Profil nötig, diese Einstellung vorzunehmen und entsprechend anzupassen. Die ersten Partnervorschläge, die nach der Anmeldung auf den Nutzer einprasseln, können also auch völlig daneben liegen.
Datenschutz als Fluch und Segen zugleich

Für die gelebten Datenschützer unter uns ist es ein klarer Vorteil, dass Finya nicht viele Daten benötigt, um den Anmeldeprozess abschließen zu können. Es braucht weder die eigene Adresse noch den richtigen Nachnamen, um ein Profil auf der Plattform zu erhalten. Auch diese Tatsache gilt es zweiseitig zu betrachten.

Der vereinfachte Anmeldeprozess ermöglicht es, schnell Einblicke in die Plattform und die Profile dort zu erhalten.

Es führt im selben Augenblick allerdings dazu, dass zahlreiche Profile mit wenig Daten existieren. Es liegt an jedem Nutzer selbst, mit wie vielen Daten und Angaben er das persönliche Profil füttert. Auch die Gefahr von Fake-Profilen, die momentan im Internet allgegenwärtig ist, steigt durch diese Tatsache an.

Das ist vor allem für Nutzer schlecht, die großen Wert auf die Echtheit der Nutzer am gegenüberliegenden PC legen. Finya erleichtert an dieser Stelle die Nutzung, spart allerdings in puncto Sicherheit.

Gespart hat die Plattform Finya auch bei der Einführungstour. Bieten mittlerweile doch die meisten Dating-Plattformen eine ausgiebige und geführte Tour zum Kennenlernen der Funktionen an, so spart sich Finya diese Tour und gleicht das mit der Einfachheit der Seite aus. Trotzdem fällt der Einstieg in die Plattform dadurch schwerer als auf anderen Seiten, die eine geführte Tour anbieten.

Einfache Profile mit individuellem Pepp?

Mit der Dating-Plattform Finya Erfahrungen im Bereich der Profilindividualisierung zu machen, wird etwas schwierig. Bei dem Profilbesuch einer neuen Person sind die wichtigsten Daten auf der mobilen Website auf den ersten Blick erkennbar. Das ist im ersten Moment zwar ein klarer Vorteil der Portale gegenüber, die den Fokus alleine auf das Profilbild legen, jedoch geht die persönliche Note der Mitglieder durch die wenigen Individualisierungsmöglichkeiten leider verloren. Das Profil gestaltet sich nahezu ausschließlich durch einfache Angaben, die entweder ausgewählt oder bestätigt werden. Große Sprünge im Hinblick auf die persönliche Note sind nicht möglich.

Im Hinblick auf die kostenfreie Nutzung der App ist dieses Detail allerdings wohl zu verschmerzen, da wohl auch die Entwicklungskosten möglichst gering gehalten werden sollen. Bereits seit 2015 existiert die Matching-Funktion. Beim ersten Profilbesuch ist es dem registrierten Mitglied möglich, über einen einzigen Klick ein Herz zu vergeben. Dem ausgewählten Mitglied wird dadurch ihr Interesse signalisiert, sobald es sich das nächste Mal anmeldet.

Profilbilder gehören zu einem guten Profil auf einer Dating-Plattform wie 13-jährige Mädchen zu TikTok. Das Hochladen dieser Bilder hat Finya denkbar schnell und einfach gemacht. Vom eigenen PC ist es problemlos möglich, die eigenen Bilder als Profilbild oder als zusätzliches Foto hochzuladen.

In der mobilen Website ist dies leider noch nicht möglich. Ein klarer Nachteil ist zudem, dass Bilder nur im JPEG-Format akzeptiert werden. Alle anderen Formate sind bedauerlicherweise nicht als Bild auswählbar. Das schränkt, in der heutigen digitalen Welt, den Nutzer in unnötigerweise ein. GIF oder PNG-Formate sollten heutzutage eigentlich kein großes Problem mehr darstellen.

Die ehemalige Voting-Funktion für Fotos ist bis heute vorhanden. Auf einer Skala von 1 bis 10 ist es bei einem Profilbesuch möglich, die Attraktivität des virtuellen Gegenübers zu beurteilen. Der Mittelwert aus all den abgegebenen Bewertungen wird direkt neben dem Bild dargestellt. Ob das nun zwingend ein Pluspunkt ist, sollte jeder Nutzer für sich selbst entscheiden. Es steht jedem Nutzer frei, ob er an diesem Voting teilnehmen möchte. Durch zwei einfache Klicks ist es problemlos möglich, die Voting-Funktion für die eigenen Bilder zu deaktivieren und auf eine Bewertung durch Mitglieder zu verzichten.

3. Finya im Vergleich zu Tinder

Tinder ist die am häufigsten genutzt Plattform in Sachen Onlinedating, die auf dem Markt existiert. Einfach, nutzerfreundlich und leicht zu bedienen, dadurch punktet Tinder in jeder Hinsicht. Finya kann in diesen Punkten allerdings durchaus mithalten. Die Nutzerfreundlichkeit beider Seiten lässt sich durchaus miteinander vergleichen. Tinders Schwerpunkt liegt allerdings eher in der Schnelllebigkeit. Durch schnelles Matchen und eine einfache Profildarstellung ist es auf Tinder möglich in kürzester Zeit zahlreiche Bekanntschaften zu machen, kennenzulernen und bei Interesse sogar zu einem Treffen einzuladen. Die Profile auf Tinder sind meistens auch genau dafür ausgelegt und daher eher mit optischen Informationen gefüttert, als mit charakterlichen Stärken.

Tinder ist, anders als Finya, für die Nutzung als App ausgelegt. Schnell und einfach werden dem Nutzer durch den eigenen Standort mit einem Klick neue Bekanntschaften in der App angezeigt. Durch eigene Push-Mitteilungen der App wird dieser Standortwechsel zeitweise sogar angekündigt und daran erinnert. Das führt dazu, dass eine Nutzung der Tinder-App zwischendurch im Alltag häufiger vorkommt. Die App lädt von Beginn an mit ihrem ansprechenden Design zu einer häufigen Nutzung ein. Die App ist freundlich, übersichtlich und vor allem farbenfroh gestaltet, sodass der Nutzer ein durchweg gutes Gefühl beim Nutzen der App bekommt. Finyas Entscheidung auf die Entwicklung einer App zu verzichten ist im Vergleich ein klarer Nachteil. Wer allerdings größeren Wert auf die Gespräche und weniger Oberflächlichkeit legt, der ist bei Finya an der richtigen Adresse. Weniger fokussiert auf alleinig oberflächliche Parameter, ist Finya vor allem bei denjenigen Nutzern beliebt, die von Tinders Oberflächlichkeit genervt sind.
Auch in den Filtermöglichkeiten spiegelt sich das eher oberflächlich orientierte Nutzungsverhalten von Tinder wider. In der Tinder-App gibt es keinerlei Suchfilter, der es möglich macht, die vorgeschlagenen Nutzer nach eigenen Kriterien zu filtern. Bei Finya hingegen ist es möglich anzugeben, ob du auf einen gewissen Bildungsstand oder Kinderwunsch wert legst. Je nachdem filtert Finya dir für dich ungeeignete Partner im Vorhinein raus, sodass du dich nicht durch unzählige Profile wühlen musst, obwohl entscheide Parameter gar nicht zusammenpassen. Tinder orientiert sich beim Filter einzig und alleine an dem Umkreis der Suche und dem Alter der Nutzer. Die wenig individuellen Nutzerprofile in der App würden weitere Filtermöglichkeiten ohnehin schwierig möglich machen. Bei Tinder musst du dich im Zweifelsfall also durch unzählige Profile in dieser Nähe wühlen, die von Beginn an für dich gar nicht infrage kommen. Ohnehin halten die Profile allerdings meisten derart wenig Informationen für dich bereit, dass du gezwungen bist dich alleine an dem äußeren Eindruck zu orientieren.

Mit mehr als zwei Millionen Nutzern in Deutschland gehört Tinder zu den am höchsten frequentierten Onlinedating-Plattformen, die es momentan in Deutschland gibt. Finya hingegen macht keine genauen Angaben zu der Nutzerzahl. Nach der Nutzung an unterschiedlichen Standorten werden trotzdem genügend Mitglieder in der Nähe angezeigt, sodass auch die Nutzerdichte der Plattform Finya nicht unerheblich zu sein scheint. Das Durchschnittsalter liegt bei Finya etwas höher als bei Tinder. Der durchschnittliche Tinder-Nutzer ist zwischen 18 und 35 Jahren alt, während Finya eher in der Altersklasse 30-45 genutzt wird. Falls du dich also zu alt für das klassische Wischen fühlst, ist die Plattform Finya vielleicht genau das Richtige für dich.
Im Vergleich zu Finya ist Tinder allerdings recht kostspielig. Um Tinder, gerade im Alter über 28, langfristig aktiv nutzen zu können, wird die Tinder Plus Variante benötigt. Diese schlägt bei der monatlich kündbaren Variante mit 16,49 Euro zu buche. Für eine Dating-App und damit völlig unklare Erfolgsaussichten ist das ein stolzer Preis. Allerdings besitzt Tinder dafür die höchste Nutzerdichte der Dating-Apps hier in Deutschland. Diesen Fakt sollte man nicht außer Acht lassen. Ein 12-Monats-Abo lohnt sich zum Sparen vor allem dann, wenn man die App nicht für die Suche nach der großen Liebe, sondern eher für kurzfristige Arrangements nutzt.

Bei der Frage, ob Finya oder Tinder die richtige Wahl für das eigene Onlinedating-Erlebnis darstellt, sollte jeder Nutzer also die eigenen Vorlieben abwiegen und danach entscheiden.

4. Finya Premiumfunktion und Kosten

Finya ist und bleibt bis auf Weiteres kostenfrei. Es gibt keinerlei Premiumfunktionen, die gekauft werden müssen. Die Plattform ist ausschließlich werbefinanziert. Der Preis, den du für die Nutzung der Plattform zahlst, sind die aufploppenden Werbefenster, die sich häufig quer über die Plattform ziehen.

5. App oder Desktop Version

Die Gründer von Finya haben sich bewusst gegen die Entwicklung einer eigenen App entschieden. Die Datingplattform punktet dafür mit einer optimierten Website, die in der mobilen Variante nahezu einwandfrei nutzbar ist. Schnelle Ladezeiten und eine optimierte Ansicht schmälern das Onlinedating-Erlebnis also nur geringfügig.

6. Finyas Bewertungen auf anderen Portalen

Die Seite www.trustpilot.com ist eine beliebte Bewertungsplattform für andere Websites. Auf dieser Seite haben 408 Nutzer die Plattform Finya mit durchschnittlich 4,1 von 5 Sternen bewertet. Das stellt, ganz im Gegensatz zur Bewertung der App Tinder, eine außerordentlich gute Bewertung dar. Gelobt werden vor allem die einfache Handhabung, die vielen Mitglieder und die Tatsache, dass die Plattform ohne Mitgliedskosten auskommt. Es lohnt sich vorab einen Blick auf die Seite zu werfen und
die Bewertungen der Nutzer dort zu studieren.
Bewertungen zu Finya | Lesen Sie Kundenbewertungen zu finya.de (trustpilot.com)

Weitere Bewertungen finden sich auf der Seite www.testberichte.de. In den dortigen Bewertungen gehen zahlreiche Nutzer der Plattform allerdings weniger auf die Nutzung und Gestaltung der Seite ein, als mehr auf die Nutzerklientel, welches nicht ihren Erwartungen entsprach. Da es sich dabei um ein ausgesprochen subjektives Empfinden handelt, gilt es an dieser Stelle die Bewertungen einzeln zu lesen und dementsprechend
selbst auszuwerten. Mit der Schulnote 3,1 ist Finya hier deutlich negativer bewertet.
Erfahrungen mit Finya Online-Singlebörse | Testberichte.de

Share:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn

Kommentare sind geschlossen.